Mittelohrentzündung (Otitis media)

Falls bei Ihrem Kind eine Mittelohrentzündung festgestellt wurde, ist als häufigste Ursache für eine derartige Entzündung der "normale" Schnupfen anzuschuldigen.

Beim Schnupfen kommt es zu einer Anschwellung aller Schleimhäute, also auch der Schleimhäute in der sogenannten Tube (Tuba auditiva, Eustachsche Röhre), die von der Nase zum Mittelohr führt. Durch die Anschwellung kann das Sekret nicht mehr aus dem Mittelohr abfließen.
Leider ist die Tube bei Kindern so eng (Größenverhältnisse!), dass es bei manchen Kindern im Rahmen einfacher Schnupfeninfekte immer wieder zu Mittelohrentzündungen kommt. Ein zweiter Grund für das wiederholte Auftreten von Mittelohrentzündungen können sog. "Polypen" sein (Adenoide), die die Mündung der Tuben im Nasenraum verlegen oder die extreme Vergrößerung der Mandeln, die dann, nach oben drückend, ebenfalls die Mündungsstellen der Tuben so zudrücken, dass ein Abfließen von Sekret nicht mehr möglich ist; diese Kinder sind dadurch auffällig, dass sie auch im infektfreien Zustand durch den offenen Mund atmen, nachts schnarchen, häufig eine kloßige Sprache haben und insgesamt häufiger als gleichaltrige Kinder an Atemwegsinfekten leiden. Falls sich nun in dem Sekret Bakterien befinden - und das ist bei Mittelohrentzündungen in > 95 % der Fälle vorliegend - dann können diese sich ungehemmt vermehren und führen zu den typischen Beschwerden Fieber, Schmerzen im Bereich des befallenen Ohres und Hörminderung durch den Schleim, der im Mittelohr liegen geblieben ist (Tubenkatarrh, Mucoserotympanon).

 

 

KOMPLIKATIONSMÖGLICHKEITEN

 

  • Durchbruch in den Warzenfortsatz (knöcherne, schwammartige Struktur hinter der Ohrmuschel) muss meist dann operativ entfernt werden
  • Durchwanderung des Knochens vom Mittelohr Richtung Gehirn, Knochendicke an dieser Stelle bei Kindern ca. 2-3 mm (!) und entstehender Gehirnhautentzündung (Meningitis)
  • Einbruch in das Innenohr mit folgender Innenohrschädigung bis zur Taubheit
  • Entzündliche Zerstörung der Gehörknöchelchenkette, die die Trommelfellschwingungen auf das Innenohr überträgt und so das eigentliche Hören ermöglicht
  • Durchbruch durch das Trommelfell nach außen, der Eiter fließt aus der Ohröffnung ab (harmloseste Komplikation)

 

Die Behandlung bei Ihrem Kind wird den Erfordernissen und der Vorgeschichte individuell angepasst. Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an mich oder eine meiner Mitarbeiterinnen.

Wir sind für Sie da:

Dr. med. Markus Reuland
Weiser Str. 37
56566 Neuwied

Telefon: 02622 6336 02622 6336

E-Mail: praxis@dr-reuland.de

 

 

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